Werkkatalog

Messe für Chor und Klavier
S A T B
Kyrie / Gloria / Credo / Sanctus / Agnus Dei
40 '
2011

Krabat
Oper nach dem Märchen von Otfried Preussler
Drei Abende à ca. 60 '
Besetzung: 2 Fl./Ob./Kl./Bass-Kl./Es-Sax./Tenor-Sax./Fg./Kontra-Fg./Trp./ Hrn./Pos.
6 Vl./3 Va./2 Vc/Kb.
Solosopran und Klavier
Sprecher/in
Tanzgruppe (Bewegung)
Video
2014

8 Tableaus für Orchester
Das Orchester wird in vier Gruppen aufgeteilt.
1.Gruppe: Ob./Trp./4 Vl./2 Va./Vc./Kb.
2.Gruppe: Fl./B-Kl./4 Vl./2 Va./Vc./Kb.
3.Gruppe: Fg./Pos./4 Vl./2 Va./Vc./Kb.
4.Gruppe: Bar-Sax./Hrn./4 Vl./2 Va./Vc./Kb., ca. 6 ' pro Tableau
2013

las fluors dal desert
Literarisch-musikalische Komposition auf drei Traumerzählungen von Cla Biert.
La utschellas
Il mordraretsch
Las fluors dal desert
für Bariton, Klavier, Gongspiel und Tonband, ca. 60 '
2012

Überlagerungen
für Orchester und
9 Solisten
Oboe, Englischhorn, Fagott, Es-Saxophon, Posaune, Klavier, Cembalo,
2 Schlagzeuger, ca. 24 '
2011

5 Bläserquintette
für Fl./Ob./Kl./Fg./Hrn., ca. 56 '
2010

Bruch-Stein
für Chor a-cappella
S A T B, ca. 15 '
2009 /2015

DUO FÜR 2 OBOEN
4 Teile, ca. 23 '
August 08

PENNELLATE
Für Orchester, 8/8/4/4/3, 2 Fl./2 Ob./2 Kl./1 Fg./1 Tr./2 Hr./Xylophon, ca. 20 '
Januar 08

MOSAIK
9 Trios für Klavier, Violine und Violoncello, ca. 90 '
November 07

THE RAVEN oder die Erhebung der Seele, nach einem Gedicht von E.A.Poe
Für Sopran, Oboe, Akkordeon und Schlagzeug/Sprecher/-inn, ca. 40 '
August 07

HOMMAGE À MOZART
Für Streichorchester und 8 Hörner, ca. 6 '
Dezember 05

ANDERE RÄUME nach einem Text von Michel Foucault
Für Flöte und Akkordeon, ca. 12 '
Januar 05

7 MAL 12
Septett für Flöte, Klarinette, Horn, Violoncello, Harfe, Klavier und Cembalo, ca. 25 '
Mai 04

INTRÉCCIO
Duo für zwei Klaviere, ca. 11 '
Oktober 03

STABAT MATER
Für Solosopran und einer Videoinstallation, ca. 40 '
03
(Details)

CELLO SOLO
6 kleine Stücke für Cello, ca. 12 '
Dezember 02

GEGENSATZPAARE
Duo für Cello und Klavier
6 Stücke, ca. 36 '
Dezember 02
(Text, Word-Datei 26 kB)

I SALMI DI DAVIDE
1. Version: für Streichquartett, Sprecher/in, und Chor, ca. 55 '
2. Version: Streichquartett, ca. 18 '
März 02

KLANGFEUERWERK Eröffnungsfanfare 02
Für Trompetenensemble und Schlagzeug, ca. 6 '
Trompetenensemble: 3 Piccolo - Trompeten, 3 C-Trompeten, 2 Be-Trompeten, 2 Flügelhörner und 2 Bass-Trompete
Schlagzeugensemble: 4 Schlagzeuggruppen bedient durch 4 Schlagzeuger
  • 1 Gruppe: 2 Almglocken mit Klöppel, 4 verschiedene Almglocken (Herdenglocken) ohne Klöppel, Lithophon (Steinspiel) mit 6 Tönhönen (frei wählbar). Verschiedene Anschlagsmittel aus Holz, Filz, Metall und Gummi.
  • 2 Gruppe: Becken, paarweise geschlagen, 4 einzelne verschieden große Becken ev. 1 Nietbecken, 4 verschieden große Trommeln, 4 verschieden dicke und große Aluminiumbleche. Verschiedene Anschlagsmittel, wie die 1 Gruppe.
  • 3 Gruppe: Sirenenpfeife, Metallophon (Bass) 6 Töne auswählen (frei), 4 verschieden große Schellentrommeln. Verschiedene Anschlagsmittel, wie die 1 Gruppe.
  • 4 Gruppe: Große Trommel, 4 verschiedene Metallstäbe, 4 verschiedene große Holzplattentrommeln, 4 verschiedene Bongos. Anschlagsmittel wie die 1 Gruppe

STEPPENWOLF
Auf einem Textausschnitt des Steppenwolfes von Hermann Hesse
für Sopran, Violine und Kontrabaß ca. 18 '
Dezember 02

DYNAMISCHE GESTALTEN
Für Orchester
Bariton-Saxophon Solo
Live-Elektronik
surround Klanginstallation
ca. 18 '

Konzeption der Live-Elektronik

Der Klangschatten
Die Live-Elektronik erzeugt einen (Klang-)Schatten des Solisten aus den live gespielten Klängen des Saxophon-Solos.
Jeder Teil, ausser Teil 12, also Teil 1-11 (siehe Partitur) des Saxophonsolos wird im Konzert auf eine Endlosschlaufe aufgenommen und von einem bestimmten Punkt an (siehe Plan und Partitur) bis zum Ende des Stückes abgespielt bis zur bezeichneten Stelle "Ende des Bandes" S.52 in der Partitur. Es überlagern sich also im Verlauf des Konzertes immer mehr aufgenommene Teile. Am Schluss überlagert sich der 12te,live gespielte Teil mit allen 11 vorhergehenden Teilen.
Die live gespielten Teile des/er Solisten/in, werden nicht elektronisch übertragen. Der Orginalklang ist also nur aus einer Richtung zu hören. Der Klangschatten hingegen wird über möglichst viele Lautsprecher im Publikumsraum (siehe Aufstellung der Lautsprecher) abgespielt. Dieser Klang darf nicht aus einer bestimmten Richtung kommen; alle Zuhörer sollen sich mitten im Klang befinden. Der Konzertsaal wird dadurch Teil des gesamten Klangkonzeptes der Komposition.

Herstellung des Klangschattens
Alle 12 dynamische Gestalten (die 12 Teile des Solos) werden jedesmal auf die gleiche Weise elektronisch verändert. Die einzelnen Parameter sollen so reduziert werden, dass das gleichzeitig erklingende Live-Solo nicht konkurrenziert wird. Jeder der 11 Teile wird allerdings auf einer anderen Tonhöhe abgespielt: Jede neue Endlosschlaufe wird 1/12 eines Halbtones tiefer abgespielt. Von oben nach unten. Die erste Endlosschlaufe soll bereits 1/12 Halbton tiefer als das Originalsolo abgespielt werden.

Plan des Ablaufes zwischen dem Saxophonsolo und seinem Klangschatten
In der Partitur sind die dynamischen Gestalten d.h. die Saxophonsolos mit den Nummern 1-12, die Einsätze des Klangschattens bzw. der 11 Endlosschlaufen mit den Buchstaben A-L gekennzeichnet.
Die Unisono-Teile der Streicher beginnen ebenfalls mit den Buchstaben A-L.
Sämtliche Endlosschlaufen enden an der mit "Ende des Bandes" gekennzeichneten Stelle (S.52).

Surround Klanginstallation;
ein Dreisekundenfenster

Die Installation ist ein Dreisekundenfenster in eine Klangwelt, die fest verankert ist in unserer Kultur. Das Geräusch eines bei Regen vorbeifahrenden Autos wird in den Publikumsraum eingespielt. Es wird vom hintersten Lautsprecher links nach vorne geschickt, unmittelbar anschliessend vom vordersten Lautsprecher rechts nach hinten. Die ganze Aktion darf nicht länger als 3 Sekunden dauern. Sie erklingt genau in der Mitte der Komposition auf S.28 der Partitur und ist mit "3Sf." gekennzeichnet.

Orchesterbesetzung
32 Bläser
4 Flöten (auch Piccolo)
4 Klarinetten (auch Es-Klarinette und Bassklarinette)
4 Oboen (auch Englischhorn)
5 Fagotte (auch Kontrafagott)
6 Trompeten
5 Hörner
4 Posaunen (auch Kontrabassposaune)

24 Streicher
13 Violinen
5 Violen
4 Violoncelli
2 Kontrabässe

2 Schlagzeuger
Folgende Instrumente pro Schlagzeuger (siehe Aufstellung der Instrumente)
1 Plattenglocke
Röhrenglocken
1 mittelgrosse Herdenglocke mit Klöppel
1 Sistrum od. Metallrassel
1 Schlagbrett (aufgehängt)
1 kleine Schlitztrommel
1 Holzfass "Sakefass"
Xylophon

Streicher
Die Streicher spielen in zwei Gruppen.
Gruppe 1/3/5/7/9/11/13/15/17/19/21/23.
Gruppe 2/4/6/8/10/12/14/16/18/20/22/24.
Jede Gruppe muss unbedingt zusammen beginnen. Jeder Einsatz muss rhythmisch sehr genau sein. Danach spielt jeder individuell sein accelerando oder rallentando, d.h. die folgenden Tonhöhenwechsel werden vertikal nicht mehr (genau) zusammen ausgeführt, jeder wechselt seinem individuellen accel. oder rall. entsprechend. Wenn die nächste Gruppe einsetzt, muss jeder Spieler der vorher-gehenden Gruppe aufhören, unabhängig davon ob er seine Aktion vollständig ausgeführt hat.
Die Töne sind jeweils bis zum nächsten Ton oder Gruppenwechsel auszuhalten. Die Töne sind nie gebunden, ausser wenn sich gleiche Tonhöhen folgen. Jeder Tonwechsel führt zu einem Bogenwechsel.

Die Partitur ist in "C" notiert
Das Barito-Saxophon-Solo ist in "Es" notiert


PIANO SOLO
6 kleine Stücke für Klavier, ca. 12 '
Dezember 01

RICHTUNGEN
Sextett für Harfe, Flöte, 2 Violinen, Viola und Cello, ca. 46'
01

IL GESTO DEL TEMPO
omaggio a umberto rotondi
Per quartetto d'archi, ca. 22 '
Febbraio 01

(es verändert sich etwas) UND ES WIRD NICHT
Für Frauenstimme, Flöte, Klarinette und Violine, ca. 32 '
November 00

LA RIVA DEL SOLE
Cinque pezzi per fisarmonica e violino, ca. 40 '
November 00/04

VIBRATION FÜR 4 STREICHER
Zwei Teile für 2 Violinen, Viola und Cello,
1 Teil ca. 5 ' 30 ''
2 Teil ca. 6 ' 30 ''
April 00

KLARINETTENTRIO: "IMMER LÄNGER"
7 kurze Stücke für Klarinette, Cello und Klavier, ca. 9 '
März 00

DIE QUADRATUR DES KREISES oder "music automatic"
Für 3 Streichquartette, ca.19 '
Januar 00

INTERIORS HOMMAGE À ROY LICHTENSTEIN
12 Bilder für großes Orchester
Besetzung (siehe Aufstellung der Instrumente)
Streicher : 15 Violinen, 4 Bratschen, 4 Violoncelli und 1 Kontrabass
Bläser: 6 Flöten, 6 Klarinetten, 3 Bass-Klarinetten, 3 Oboen, 3 Englischhörner, 3 Fagotte,
3 Baritonsaxophon, 3 Hörner, 3 Posaunen und 3 Tuba
Schlagzeug: 3 Xylophon und 3 Marimbaphon
Ca. 40 '
Dezember 99

DER HIMMEL IN FLANDERN
1. Version: Streichquartett
2. Version: Klanginstallation mit oder ohne Video
Februar 99

KLAVIERTIRIO: "IMMER DIE GLEICHE FORM ODER VIEL LICHT"
6 Stücke für Klavier, Violine, und Cello ca. 30 '
99

INTERMEDIUM
Duo für Flöte und Klarinette, ca. 10 '
September 98

WANDLUNGEN
Für Klarinette Solo, ca. 12 '
August 98

ERINNERUNGEN
Quartett für Klavier, Flöte, Violine und Cello, nicht länger als 12 '
August 98

GEFÜHL IN "BE" für großes Orchester
Für zwei Schlagzeuggruppen, zwei Bläsergruppen und zwei Streichergruppen.
Schlagzeuggruppe A, für 2 Schlagzeuger: Xylophon (auch Bassxylophon), Glockenspiel und Plattenglocken.
Schlagzeuggruppe B, für 2 Schlagzeuger: Glockenspiel, Plattenglocken und Xylophon (auch Bassxylophon)
Bläsergruppe A, für 4 Bläser: Flöte (auch Piccolo), Oboe, Klarinette und Fagott
Bläsergruppe B, für 4 Bläser: Flöte (auch Pisccolo), Oboe, Klarinette und Fagott
Streichergruppe A, für 11 Streicher: 6 Violinen, 2 Violen, 2 Celli und 1 Kontrabass
Streichergruppe B, für 11 Streicher: 6 Vilonen, 2 Violen, 2 Celli und 1 Kontrabass
Mai 98 Ca. 30 '

12 BEGEGNUNGEN FÜR VIOLINE SOLO
Filmmusik für den Film von Roma und Kali Fasciati "Jesus goes to India", ca. 40 '
Dezember 96

FRÜHLING 1996 für Orchester
Bläserbesetzung: Flöte, Oboe, Klarinette, Trompete, Fagott, Horn, Posaune und Tuba
Streicherbesetztung: 12 Geigen, 4 Bratschen, 2 Violoncelli und 2 Kontrabässe
Winter 96 Ca. 17 ' 40 ''

FEUILLES D'AUTUMNE
Duo für Harfe und Oboe, ca. 5 '
Oktober 96

Oper

UNICA ZÜRN "EIN LEBEN EIN WERK" OPER IN 28 BILDERN 1996
ca. 1Std.

Besetzung: 4 Schlagzeuggruppen bzw. (4 Schlagzeuger), 4 Sprecher/innen (2 Frauenstimmen und 2 Männerstimmen), 4 Sänger/innen (Sopran, Alt, Tenor und Baß) und 4 Tänzer/innen.
Texte: Verschiedene Anagramme von U Z und das Heft CRÈCY ebenfalls von U Z

Gedanken
  • Ihre (Unica Zürns) Kunst ist so stark, wie ihr Leben schwach. Es scheint, als ob ihr Körper, ihr Dasein aufgefressen wird. Ihre Kraft überträgt sich auf ihr Werk das sie schreibt. Sie ist nur die Hülle, die Kraft aufnehmen konnte und sie dem Werk abgeben musste.
  • Persönliche Lebensbewältigung als Dichtung (darstellen) bzw. Dichtung (verdichten) zur persönlichen Lebensbewältigung
  • U Z hat keine Absichten auf andere Menschen. Ihre Dichtung hat keine Absichten. Sie will allein leben.
  • Es ist reiner Austausch (Konstanz – Eingriff – Kommunikation) Das Leben ist ein reiner Austausch.
  • Was kann man in der Zeit wahrnehmen? Alles was wir im Bewußtsein haben - dies können wir beurteilen – und auch alles das was wir nicht bewußt haben, dies ist schwieriger zu beurteilen oder die Beurteilung ist schlußendlich unwichtig.
  • Das eigene Leben als unwichtig betrachtend, es der Richtung aufopfern. Sich opfern aber nicht bemitleiden. Nichts bewirken wollen in der Gesellschaft. Nicht belehren.
  • Dem Menschen gegenüber gleich–gültig, ohne Idealismus.
  • Der Gesang der Unica Zürn hat im Leben keinen Text, so wie in der Komposition.
  • Organisation nach dem Ablauf des Werkes, d.h. das Leben nach dem Werk einrichten.
  • Grundzüge der Ich–Besessenheit: Unica Zürn, Alberto Giacometti
  • Bühnenbild: Der Palast um vier Uhr früh
  • Größe der Menschen ca. 1/3 der Höhe der drei Wände links vom Publikum aus gesehen.
  • Am Schluß soll man wissen um wen es geht, nicht am Anfang.

Schlagzeuggruppen (1 Schlagzeuger pro Gruppe)
1. Gruppe: Xylophon, Glockenspiel, Nietbecken, Schellenbaum, hohe Tom Toms
2. Gruppe: Marimbaphon, Vibraphon (als Metallophon), Herdenglocke mit Klöppel (mittelgross), Nietbecken, Cabaza, Schellenbündel, Tom Tomspiel hoch C1-C2
3. Gruppe: Xylophon, chromatisch abgestimmte Almglocken, Nietbecken, Schellenbündel, verschieden gestimmte Tom Toms G-C1
4. Gruppe: Marimbaphon, Herdenglocken mit Klöppel, Almglocken C-C4, Nietbecken, Schellenbündel, Cabaza, grosse Trommel
Die Schlagzeuge sollen so aufgestellt werden, daß sich der Schlagzeuger möglichst wenig bewegen muß. Er soll von den Instrumenten eingeschlossen sein. Die Schlagzeuggruppen sind auf der Bühne im Hintergrund sichtbar (siehe Aufstellung).

Beschreibung der Bewegungen
Es gibt zwei verschiedene Arten von Bewegungsformen. Die eine wird von den 4 Frauen und 4 Männerstimmen ausgeführt. Sie Bewegen sich vertikal und horizontal. Sie stellen den akustischen (Klangraum) Raum dar. Durch ihre Bewegung erzeugen sie, stecken sie (bestimmen die Größe) den Raum ab. Sie grenzen ihn gegen außen und gegen innen ab. Sie bewegen sich auf einer Rasierklinge zwischen dem Aussenraum (Publikum) und dem Innenraum (symbolisch dargestellt durch Alberto Giacomettis Werk "Der Palast um vier Uhr früh). Sie alleine sind in der Lage, durch ihr Position, eine Verbindung herzustellen zwischen dem Innenraum und dem Publikum. Die 4 Männer und 4 Frauenstimmen haben eben diese Aufgabe, durch ihre Position und Aktion (vertikale und horizontale Bewegung, Lesen, bzw. Sprechen und Singen), entsprechend den Angaben in der Partitur den Raum einzugrenzen.
Die zweite Bewegungsart wird von 4 Tänzer/innen, die sich immer im Innenraum des Palastes aufhalten und bewegen, ausgeführt. Sie stellen sich in ihrer Ruheposition immer mit dem Gesicht nach hinten. Ihre Bewegungsform besteht aus einem steten Kreisen, einem introvertierten in sich hinein kreisen. Sie kreisen nach rechts und nach links. Die Energie (das Kreisen) die nach rechts geht ist viel holpriger, ungehobelter, ein Teil des Ganzen, immer nur unsere zeitliche Endlichkeit, unser Bewußtsein. Die Energie (das Kreisen) die nach links geht ist perfekt, unendlich, geht ins Unbewußte, in den Traum, in die Unendlichkeit des Universums. Diese zweite Bewegungsart versucht eine Einheit zu finden zwischen dem Innen und dem Aussen. Sie stellt eine gleiche Sichtweise der Bewegung her zwischen Publikum und Tänzer/in. Wenn der Tänzer/in eine Rechtsdrehung ausführt (er beginnt immer mit dem Antlitz nach hinten) so sieh das Publikum ebenfalls eine Rechtsdrehung und umgekehrt. Im Gegensatz dazu stehen die Sprecher/innen und Sänger/innen immer mit dem Antlitz nach vorne zum Publikum hin gerichtet. Wenn sie nun eine horizontale Bewegung nach rechts ausführen sieht sie das Publikum nach links.
Die Kreisende Bewegung ändert seine Richtung sobald sie in Berührung mit einem Gegenstand oder einer zweiten Bewegung kommt.
Die Bewegungen der Schlagzeuger muss sichtbar sein. Kleine, viel oder wenig bewirkende, Bewegungen.

Text – Gesang – Sprache
Alle gesungenen Teile (Bilder) die das Leben von Unica Zürn darstellen haben keinen Text. Es sind melismatisch gesungene Teile.
Alle gesungenen Teile die ihr Werk betreffen interpretieren ein Anagramm.
Der gesprochene Text ist für alle 4 Stimmen (2 Männerstimmen und 2 Frauenstimmen) der selbe. Sie tauschen die Plätze, aber nicht den Text. Auch hier ist man eingeschlossen. Es gibt keinen Ausweg man muss mit dem gleichen Text (Leben) weiterfahren.

DUO
Zwei Stücke für Flöte und Cembalo, ca. 12 '
Dezember 95

GROSSER CHOR UND SOLO – MÄNNERSTIMME
für alle kinder die opfer eines krieges wurden
Text: Traum des Agamemnon aus den Ilias von Homer und Kyrie eleison, ca. 12 '
November 95

QUINTETT
Für Flöte, Oboe, Violine, Klarinette und Gitarre, ca. 7 '
Oktober 93

MONOLOGUE D'UN FAUNES
Musiktheater (Minioper) auf einen Text von Stéphane Mallarmé
für Flöte, Sprecher/in, Bewegung (Tanz) und Video, ca. 40 '
90

MANDOLINE CEMBALO
4 kleine Stücke ca. 8 '
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